Krankheitsbild Myome (Muskelgeschwulste)

Beschreibung des Krankheitsbilds Myome

Uterusmyome sind gutartige, von der glatten Muskulatur des Uterus ausgehende Tumore. Fast 20% aller Frauen über 30 Jahren haben Myome. In ca. 0,2 % - 0,5 % der Fälle kann es zur malignen Entartung (Myosarkom) kommen. Zwei histologische Typen treten auf:

  1. Fibromyom: Ausschließlich von glatten Muskelzellen
  2. Adenomyom: Mit eingeschlossenen Endometriumanteilen

Formen der Myome

  1. Submuköses Myom:
    • Dysmenorrhö (schmerzhafte Menstruation)
    • Menorrhagien (verlängerte und verstärkte Menstruation)
    • Metrorrhagies (unregelmäßige, länger als 14 Tage anhaltende Blutung)
    • Hypermenorrhöen (übermäßig starke Menstruationsblutungen)
  2. Intramurales Myom:
    • Druckgefühl
    • Obstipation und Blasenentleerungsstörung
  3. Subseröses Myom:
    • Akutes Abdomen bei Stieldrehung eines Myoms
    • Gehäufte Aborte

Diagnostik der Myome

  1. Vaginalsonographie: Myome sollten zur exakten Verlaufbeobachtung in 3 Ebenen ausgemessen werden.
  2. Transabdominelle Sonographie: Bei sehr großen Myomen

Therapie der Myome

  1. Eine nicht operative Therapie von Leiomyomen kann oral durch die Einnahme hormoneller Medikamente erfolgen. Nach einigen Monaten Therapie vermindert sich die Größe der Leiomyome. Ein operativer Eingriff kann damit einfacher oder vermieden werden.
  2. Myomenukleation: Entfernung von einem Muskelgeschwulst.
    Einzelne, multiple große und kleine Myome können von erfahrenen Operateuren unter Erhaltung der Gebärmutter entfernt werden. Die OP ist vor allem jungen Frauen mit gleichzeitigem Kinderwunsch anzuraten.
  3. Hysterektomie: Bei Frauen im nicht reproduktiven Alter ohne Kinderwunsch, bei großen Myomen, unklarer Dignität oder bei zusätzlichen Beschwerden (einer Harninkontinenz bei Descensus uteri et vaginae).
Myom