Krankheitsbild Ovarialzyste

Beschreibung der Ovarialzyste

Ein Ovarialzyste ist ein sackartiger Geschwulst der Eierstöcke. Der Hohlraum ist mit einer Flüssigkeit von unterschiedlicher Konsistenz gefüllt. Sie wächst von 1 Zentimeter bis zu über 15 Zentimetern an. Die meisten Ovarialzysten können infolge der hormonell bedingten zyklischen Veränderungen am Eierstock entstehen. Häufig findet man sie kurz nach der Pubertät und in den Wechseljahren.

Häufigsten Formen der Ovarialzyste

  1. Follikelzysten
    • Entstehen aus persistierenden Graaf-Follikeln.
    • Werden bis zu 10 cm groß. - Meist bilden sie sich spontan zurück oder zerplatzen.
  2. Corpus-Luteum-Zysten (Gelbkörper)
    • Entsteht nach dem Eisprung durch Einblutung aus den Resten des gesprungenes Graaf-Follikels.
  3. Polyzystiche Ovarien
    • Bilateral
    • Genetisch bedingt
    • Sie werden hormonell therapiert
  4. Endometriose des Ovars ( Schokoladenzysten)
    • Enthalten schokoladenfarbig eingedickte Blutabbauprodukte.
    • Hormonell und operativ behandelt.
  5. Dermoidzysten
    • Sind primär gutartig.
    • Können einen Durchmesser von bis zu 25 cm erreichen.
    • Am Häufigsten treten sie bei pubertierenden Mädchen auf.
    • Bis zu 2 % der Fälle können bösartig werden.
    • Therapie: Operative Entfernung.

Diagnostik der Ovarialzyste

Sie werden in der Ultraschalluntersuchung beim Frauenarzt entdeckt.

Therapie der Ovarialzyste

Die häufigsten Ovarialzysten bilden sich oft spontan zurück. Eine Ultraschallkontrolle nach der Periode ist erforderlich. Bei persistierenden Zysten erfolgt eine hormonelle Therapie über drei Monate. Nach einem erfolglosen hormonellen Therapieversuch, bei Beschwerden (Unterbauchschmerzen), Komplikationen (plötzliches Zerplatzen) oder Kinderwunsch wird die Zyste mit der Hilfe einer Bauchspiegelung entfernt.